Freiheit Emscher feierte heute den Baustart auf der Entwicklungsfläche Emil Emscher. In Vogelheim entsteht künftig ein Gewerbestandort mit großen Wachstumschancen für Essens Norden. Zum Spatenstich besuchte NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur das ehemalige Bergbauareal.
Schritt nach vorn für Freiheit Emscher: Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen riefen heute zum Spatenstich für die Baumaßnahmen zur inneren Erschließung von Emil Emscher auf. Der ehemalige Bergbaustandort in Vogelheim ist eine der fünf Entwicklungsflächen des interkommunalen Stadtentwicklungsprojekts Freiheit Emscher. In den kommenden Jahren entsteht auf Emil Emscher ein modernes Gewerbegebiet für wissensbasierte Unternehmen und Produktionsbetriebe. Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) des Landes NRW und die Europäische Union fördern die Entwicklung der Wirtschaftsfläche Emil Emscher mit EU-Fördermitteln aus dem Just Transition Fund (JTF) sowie Landesmitteln in Höhe von 31 insgesamt Millionen Euro. Das Gesamtprojekt Freiheit Emscher wird mit rund 78 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 gefördert.
„Emil Emscher ist der erste sichtbare Baustein einer produktiven Stadt von morgen im Essener Norden und Bottroper Süden. Auf 19 Hektar entwickeln wir einen Gewerbestandort, der wirtschaftliches Wachstum mit ökologischer Verantwortung in Einklang bringt“, sagte Gernot Pahlen, Geschäftsführer der Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH (FEEG). „Unser Ansatz verbindet Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung mit dem Ziel, die Lebensqualität auch in den benachbarten Quartieren zu verbessern.“
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: “Auf Emil Emscher zeigen wir, wie aus einer alten Bergbaufläche ein moderner Gewerbestandort wird. Hier entstehen Arbeitsplätze für wissensbasierte Unternehmen, und gleichzeitig sorgt ein durchdachtes Wassermanagement dafür, dass die Fläche auch bei Starkregen sicher bleibt. Wir denken dabei nicht nur an die neuen Betriebe, sondern von Anfang an auch an die Menschen in der Nachbarschaft – an ihre Wohnqualität und die Grünflächen vor der Haustür. So wird aus einer ehemaligen Zeche ein Ort, der Essens Norden wirklich voranbringt.“
Klarer Entwicklungsplan bis 2028
Ein Vorhaben wie die infrastrukturelle Erschließung des alten Zechengeländes erfordere eine enge Koordination der einzelnen Bauabschnitte, betonte Pahlen. Das Konzept der Planungsbüros INGPLAN und AE7 teilt das Areal dafür in fünf Bereiche auf: die Gewerbeflächen, die inneren Verkehrsflächen mit zwei Planstraßen zur Erschließung der Gewerbeflächen, sogenannte „Grüne Finger“ als verbindende Grün- und Wegeverbindungen, ein Biotop sowie ein Waldgebiet im Norden.
In der ersten Bauphase werden Rodungs- und Baumfällarbeiten durchgeführt. Außerdem entsteht ein Ausgleichsbiotop für auf der Fläche beheimatete geschützte Tierarten wie die Kreuzkröte. Ab dem zweiten Quartal 2027 folgt der Hauptabschnitt mit der Baureifmachung der Gewerbeflächen sowie dem Bau von Versorgungs- und Entsorgungssystemen, inneren Straßen und Grünflächen. „Bis Ende 2028 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein“, so Pahlen. „Anschließend planen wir, die ersten drei Baufelder an die neuen Eigentümer zu übergeben, wobei der Zugang schon vorher gewährleistet sein wird.“
Starkregenschutz und intelligentes Bodenrecycling
Kern der nachhaltigen Flächenentwicklung ist ein effizientes Wassermanagement. Zehn Meter breite Grünstreifen und ausgedehnte Grün- und Parkanlagen im Norden des Gebiets dienen als erste Pufferzone für Regenwasser. Entlang der zentralen Erschließungsstraße versickert Wasser in Mulden, wird in unterirdischen Rigolen zwischengespeichert und gedrosselt in die Regenwasserkanäle abgeleitet. Das System soll das Gewerbegebiet auch vor extremen Starkregenereignissen schützen. Die Baureifmachung setzt auf Kreislaufwirtschaft: Teile des Bodens, der während der 2023 abgeschlossenen Flächensanierung durch die RAG Montan Immobilien (RAG MI) abgetragen wurde, soll zur Auffüllung der Gewerbeflächen wiederverwendet werden.
Zukunftsraum Essener Norden
Oberbürgermeister Kufen hob die Bedeutung von Emil Emscher für den Essener Norden hervor: „Die Stadtteile Altenessen, Karnap und Vogelheim sind Schlüsselräume der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung unserer Stadt. Emil Emscher steht beispielhaft für die Erfolge, die wir schon heute auf diesem Weg erzielen – dank tatkräftiger Unterstützung vom Land und der EU.“
Dass eine produktive Stadt von morgen nicht ohne die jungen Menschen auskommt, die diesen Raum in Zukunft wesentlich prägen werden, machten Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Nord in Vogelheim deutlich. Im zurückliegenden Schuljahr hatte die Gruppe in einem Projektkurs kreative Zukunftsvisionen für ihren Stadtteil entworfen. Begleitet von Schulleiterin Annette Vogt und Kunstlehrerin Iris Lorsong stellten sie ihre Ergebnisse in einer Dialogrunde mit Neubaur, Kufen und Pahlen vor.
Baufortschritte auf weiteren Entwicklungsflächen
Ergänzend zur Flächenentwicklung Emil Emscher bereitet die Stadt Essen aktuell ebenfalls mit JTF-Mitteln den Bau des Gewerbeboulevards als äußere Erschließung der Fläche vor. Auch an anderen Stellen des Projektgebiets geht die Umsetzung von Freiheit Emscher voran. Auf dem ehemaligen Kohlenlager Coelln-Neuessen begann vor Kurzem die Bodensanierung durch die RAG MI. 2027 soll der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan der Fläche Welheimer Mark in Bottrop vorliegen. Dann, so Pahlen, könnten auch dort die Erschließungsmaßnahmen beginnen. Derzeit laufen auf Bottroper Seite bereits zwei weitere Teilvorhaben des JTF-Verbundprojekts Freiheit Emscher auf Hochtouren: der Ausbau des Gewerbeboulevards durch die Stadt und die von der Emschergenossenschaft durchgeführte Renaturierung der Aspelflötte.
Zeichen Fließtext inklusive Leerzeichen: 5.886
Bildmaterial
Aufruf zum Spatenstich: NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (3. von rechts), Oberbürgermeister Thomas Kufen (Stadt Essen, 2. von rechts), Oberbürgermeister Matthias Buschfeld (Stadt Bottrop, 1. von rechts), Sven-Martin Köhler (Aufsichtsratsvorsitzender Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH, 1. von links), Sandra Nierfeld (Mitglied der Geschäftsführung RAG Montan Immobilien GmbH, 2. von links), Gernot Pahlen (Geschäftsführer Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH, 4. von links), Leonie Schwarzwalder (Technische Projektleitung, Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH, 3. von links).
Modellvorhaben Emil Emscher: Ministerin Neubaur lobte den innovativen und ökologisch nachhaltigen Ansatz der Flächenentwicklung.
Neue Wachstumschancen: Für Oberbürgermeister Kufen geht von Emil Emscher ein starkes Signal für den Essener Norden aus.
Wirtschaftsstark, lebenswert, klimafreundlich: FEEG-Geschäftsführer Gernot Pahlen erläuterte, wie Freiheit Emscher den Essener Norden und Bottroper Süden aufwertet.
Gebäudebegrünung, ruhige Lernorte und gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr: Die Schülerinnen der Gesamtschule Nord zeigten in Modellen Visionen eines lebenswerten Stadtteils.
Die Schülerinnen erklären Ministerin Neubaur, Oberbürgermeister Kufen und Oberbürgermeister Buschfeld ihre Ideen für die Zukunft des Stadtteils. In der Mitte: Kunstlehrerin Iris Lorsong.
Von der Vision zur gebauten Realität: Der Spatenstich auf Emil Emscher ist die erste Neubaumaßnahme auf einer der fünf Entwicklungsflächen von Freiheit Emscher.
Fotos: Vollmannshauser / FEEG
Der Generalplan teilt die Fläche in fünf Zonen auf: Die Gewerbeflächen, zwei Erschließungsstraßen (dunkelgrau), sogenannte „Grüne Finger“, ein Biotop und ein Waldstück. Unten rechts: Das bereits fertiggestellte Landschaftsbauwerk.
Copyright: AE7 / INGPLAN
Weitere Stimmen
„Neue Perspektiven für innovatives Gewerbe, moderne Arbeitsplätze und nachhaltige Mobilität: Freiheit Emscher bietet enorme Chancen für die Menschen im Essener Norden und Bottroper Süden. Von Beginn an war klar: Ein Projekt dieser Größenordnung lässt sich nur durch interkommunale Zusammenarbeit bewältigen. Deshalb freue ich mich über den Start der Baumaßnahmen auf Emil Emscher – von den Erfahrungen werden auch die Vorhaben auf Bottroper Seite profitieren.“
Matthias Buschfeld, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop
„Mit Emil Emscher entsteht weit mehr als ein neues Gewerbegebiet. Hier wird sichtbar, wie ehemalige Bergbauflächen zu Standorten für Innovation, Wertschöpfung und nachhaltiges Wachstum werden können. Der heutige Spatenstich markiert einen wichtigen Meilenstein auf diesem Weg und macht deutlich, welches Zukunftspotenzial in der erfolgreichen Transformation von Bergbaustandorten steckt.“
Sandra Nierfeld, Geschäftsführerin RAG Montan Immobilien GmbH
„Der Spatenstich auf Emil Emscher ist ein sichtbares Signal für die Entwicklung eines starken Wirtschaftsraumes. Aus dem ehemaligen Bergbaustandort wird ein Ort für innovative Unternehmen, gute Arbeitsplätze und zukunftsweisende Stadtentwicklung in Essen und Bottrop. Freiheit Emscher bietet die große Chance, nachhaltig neue Perspektiven zu schaffen. Unser Ziel sind zukunftssichere Arbeitsplätze, lebendige Quartiere und ein nachhaltig starker Wirtschaftsstandort. Diesen Weg werden wir als Aufsichtsrat eng begleiten und unterstützen.“
Sven-Martin Köhler, Aufsichtsratsvorsitzender der Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH und Ratsherr der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Essen
Neue Imagebroschüre „FREIHEIT EMSCHER – Produktive Stadt von morgen“
Parallel zum Spatenstich auf Emil Emscher veröffentlichen wir am 03.09.2026 auch die neue Imagebroschüre des Gesamtprojekts Freiheit Emscher. Erfahren Sie mehr über unsere Vision einer produktiven Stadt von morgen und die Chancen für industrielle Produktion und innovatives Gewerbe auf unseren fünf Entwicklungsflächen.
Hier steht die Broschüre zum Download zur Verfügung: https://freiheit-emscher.de/wp-content/uploads/2026/09/Freiheit_Emscher_Imagebroschuere_A4_Web.pdf
Den Text und das hochauflösende Bildmaterial können Sie hier herunterladen.
Weitere Meldungen
24. April 2026
Freiheit Emscher empfängt Projektgruppe aus Westbalkan-Staaten
Junge Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland, Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo informierten sich über Geschichte, Gegenwart und Zukunft…
7. Januar 2026
Land und EU unterstützen Freiheit Emscher mit Millionen-Förderung
Mit Fördermitteln des Landes und der Europäischen Union soll im Essener Norden und Bottroper Süden eine produktive und grüne Stadt der Zukunft…
2. Oktober 2025
Freiheit Emscher kooperiert mit Gesamtschule im Essener Norden
Zwei Projektkurse der Gesamtschule Nord in Essen-Vogelheim entwickeln Zukunftsvisionen für ihren Stadtteil. Bei einer Begehung des Gewerbegebiets…










