BVRS rückt Insektenschutz als Baustein der Gesundheits- und Klimavorsorge in den Fokus
Bonn – Steigende Temperaturen, längere Sommer und häufigere Starkregenereignisse – das Klima in Deutschland hat sich verändert. Dadurch wird wirksamer Insektenschutz an Fenstern und Türen zu einem zentralen Thema. Denn die klimatischen Entwicklungen beeinflussen Insektenpopulationen: Längere Hitzeperioden und mehr stehende Gewässer schaffen günstige Bedingungen für Stechmücken, was Folgen für die Gesundheit und die Wohnqualität hat. Der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS) sieht dadurch einen wachsenden Beratungsbedarf für das Fachhandwerk und positioniert baulichen Insektenschutz als präventive Maßnahme an der Gebäudehülle.
Wärmeres Klima begünstigt Stechmücken
Von der Klimaerwärmung profitieren sowohl einheimische Hausmücken (Culex pipiens) als auch invasive Arten wie die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) und die koreanische Buschmücke (Aedes koreicus). Sie breiten sich zunehmend in siedlungsnahen Gebieten aus und nutzen kleine Wasseransammlungen in Gärten und auf Balkonen als Brutplätze. Die Tigermücke gilt als tagaktive, sehr stechfreudige Art, die leicht in Wohn- und Schlafbereiche gelangt, während Culex‑Mücken vor allem nachts stechen und häufig durch gekippte oder offene Fenster in Schlafräume gelangen.
Das Bundesumweltministerium und das Robert Koch-Institut weisen darauf hin, dass höhere Temperaturen und längere Wärmeperioden mehr Mückengenerationen pro Jahr ermöglichen und Erreger länger aktiv halten. Das Risiko mückenübertragener Erkrankungen wie West-Nil-Fieber, Dengue oder Chikungunya steigt damit potenziell an. Auch eine Übertragung bestimmter Malariaformen durch heimische Anopheles-Mücken ist unter veränderten Klimabedingungen zukünftig möglich.[1] [2]
„Potenziell gefährliche Stechmücken sind eine unmittelbare Folge des Klimawandels. Deswegen muss baulicher Insektenschutz an Fenstern und Türen noch stärker in den Fokus der Klimavorsorge rücken“, sagt Simon Schmid, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Rollladen + Sonnenschutz (BVRS). „Wer sich richtig schützen will, braucht eine dauerhafte Barriere an der Gebäudehülle.“
Wie Insektenschutz die Klimavorsorge ergänzt
Hausbesitzer brauchen genauso wie Mieter Lösungen, um Mücken dauerhaft aus ihrem Zuhause fernzuhalten. Dank Insektenschutz schläft man in warmen Nächten auch bei geöffnetem Fenster ungestört. Für die Bewohner bedeutet das vor allem, weniger Belästigung, Schutz vor gesundheitlichen Risiken durch Insektenstiche und weniger Bedarf an Sprays und anderen chemischen Abwehrmitteln.
Insektenschutz als Thema in der Kundenberatung
Diese Entwicklung bietet Ansatzpunkte für die Kundenberatung. Damit können sich R+S-Fachbetriebe als erste Adresse für Klimavorsorge am Gebäude positionieren: Insektenschutz ist nicht länger nur eine Frage des Komforts, sondern Teil der Gesundheits- und Klimavorsorge im Wohnumfeld. Ein entscheidendes Argument im Kundengespräch ist die Maßarbeit. Insektenschutz vom Fachbetrieb bedeutet passgenaue, dichte Lösungen für Fenster und Türen. Robuste Gewebe halten Sonne und Witterung dauerhaft stand. Damit unterscheiden sich Systeme vom Fachbetrieb deutlich von einfachen Standardrahmen und provisorischen Lösungen und schützen besser und langfristig vor störenden Insekten.
„Insektenschutz ist mehr als ein Komfortdetail. Er schützt die Gesundheit, verbessert die Wohnqualität und ergänzt die Klimavorsorge am Gebäude“, so Simon Schmid.
Das Fachhandwerk als erste Adresse für wirksamen Insektenschutz
Die Fachbetriebe des Rollladen- und Sonnenschutzhandwerks beraten ihre Kunden, finden passende Lösungen für Neubau und Bestand und setzen diese mit hoher handwerklicher Qualität um. Über die Fachbetriebssuche des BVRS finden Eigentümer und Mieter qualifizierte Adressen in ihrer Region.
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Bildmaterial:
Fachbetriebe des Rollladen- und Sonnenschutzhandwerks planen passende Insektenschutzlösungen für Neubau und Bestand und montieren sie fachgerecht. Foto: Bundesverband für Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS)
Insektenschutz am Fenster hält Mücken aus Innenräumen fern, senkt das Risiko von Stichen und macht Klimavorsorge im Alltag spürbar. Foto: Schlotterer
Feines Insektenschutzgewebe sitzt dicht im Fenster- oder Türrahmen: Stechmücken bleiben draußen, während Frischluft hereinkommt. Foto: Neher
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