In Deutschland wird jedes sechste Wohngebäude vorzeitig abgebrochen. Zwischen 2016 und 2021 waren 21 Prozent der abgebrochenen Häuser noch keine 42 Jahre alt. Wie dauerhaft müssen Bauwerke also sein, damit sie auch künftig genutzt und umgebaut werden können? Mit dieser Frage beschäftigt sich die 25. Folge von simplicity – einfach bauen, dem Podcast von KS-Original.

Hannover

Im Gespräch mit Moderatorin Rebekka Pottgüter erläutert Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, wie einfaches Bauen und baukulturelle Qualität zusammengehören. Für ihn bedeutet einfach nicht billig oder schlicht. Im Gegenteil: Einfache Gebäude brauchen klare, robuste und langfristig tragfähige Lösungen, die gestalterisch überzeugen. 

Nagel spricht über die neue Umbaukultur und über die Frage, wie sich das Bauen im Bestand erleichtern lässt. Dabei geht es um einen anderen Umgang mit Haustechnik, Konstruktion und Materialien ebenso wie um die Rolle des Handwerks. Auch der Gebäudetyp-e kommt zur Sprache: Laut Nagel kann er dazu beitragen, unnötige Anforderungen zu hinterfragen und das Bauen wieder einfacher zu machen.

Nagel misst den Leistungsphasen 0 und 10 eine besondere Bedeutung bei. Eine sorgfältige gemeinsame Planung zu Beginn und eine konsequente Instandhaltung am Ende des Lebenszyklus seien entscheidend für die Qualität und Dauerhaftigkeit von Gebäuden. Instandhaltung müsse deshalb stärker als Investition in ein gesellschaftliches Vermögen verstanden werden. Die 25. Folge von simplicity – einfach bauen ist auf allen bekannten Podcast-Plattformen verfügbar.

Zur neuen Folge:

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In der 25. Folge von simplicity – einfach bauen spricht Rebekka Pottgüter mit Reiner Nagel über die Verbindung von einfachem Bauen und baukultureller Qualität. Im Mittelpunkt stehen die neue Umbaukultur, der Gebäudetyp E sowie die Bedeutung der Leistungsphasen 0 und 10. (Fotos: KS-Original)

(Foto: Karen Grubitzsch)

Reiner Nagel ist Architekt und Stadtplaner. Seit 2013 ist er Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, die sich für qualitätsvolles Planen und Bauen einsetzt. In seiner Arbeit beschäftigt er sich unter anderem mit der Frage, wie Baukultur stärker in der Gesellschaft verankert werden kann. Zuvor war er in politischen Ämtern in Hamburg und Berlin tätig. (Foto: Bundesstiftung Baukultur)

 

Der Baukulturbericht 2026/27 „Gestalten“ steht auf der Website der Bundesstiftung Baukultur zum Download zur Verfügung: https://www.bundesstiftung-baukultur.de/publikationen/baukulturbericht/gestalten

 

Den Text und das hochauflösende Bildmaterial können Sie hier herunterladen.