Nachhallender Sommer als aktueller Beratungsanlass für Fachbetriebe

Bonn – Der Sommer 2026 hat eindrücklich gezeigt, wie schnell sich Räume bei anhaltender Hitze aufheizen. Im Deutschlandmittel registrierte der Deutsche Wetterdienst bis Ende August rund 22 heiße Tage mit mindestens 30 Grad Celsius.[1] Diese Erfahrungen sind bei vielen Wohnungs- und Hauseigentümern präsent und bieten Fachbetrieben des Rollladen- und Sonnenschutzes jetzt einen konkreten Anlass, über wirksame Verschattungslösungen für die nächste Hitzesaison zu beraten.

Hohe Temperaturen verschärfen das Gesundheitsrisiko
Überhitzte Räume gefährden insbesondere Personen mit Vorerkrankungen und vulnerable Gruppen wie ältere Menschen oder Kleinkinder. Das RKI schätzt für 2026 bis zur 37. Kalenderwoche rund 16.000 hitzebedingte Sterbefälle – deutlich mehr als in den vergangenen, kühleren Jahren.[2] Umso wichtiger ist eine aktive Klimavorsorge, die Innenräume wirksam vor Überhitzung schützt und damit Gesundheit und Wohlbefinden unterstützt.

Um hohe Raumtemperaturen zu vermeiden, sollte die Sonneneinstrahlung an heißen Tagen möglichst vor dem Fenster abgefangen werden. Außenliegender Sonnenschutz wie Rollläden, Raffstoren, Screens und Markisen reduziert solare Wärmeeinträge, bevor sie in die Räume gelangen. „Viele potenzielle Kunden haben erlebt, wie belastend überhitzte Räume diesen Sommer waren. Fachbetriebe können dazu anschaulich beraten, welche Lösung für welche Gebäudesituation und den jeweiligen Wohnraum geeignet ist, um vor extremen Temperaturen zu schützen“, erklärt Simon Schmid, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Rollladen + Sonnenschutz (BVRS).

Automatisierung macht Sonnenschutz zuverlässig

Automatisierte Anlagen steuern den Sonnenschutz abhängig von Sonnenstand, Temperatur oder Zeit und halten die Verschattung auch dann aktiv, wenn niemand zu Hause ist. Eine Studie des Ingenieurbüros Prof. Dr. Hauser zeigt das energetische Potenzial: In einem untersuchten Beispiel für eine Kühlung des Raums auf 22 Grad Celsius sank der Energiebedarf durch die Automatik gegenüber der manuellen Bedienung um rund 35 Prozent. Der Grund dafür liegt im Nutzerverhalten: Für einen vergleichbaren Schutz müssten Nutzer die Verschattung jederzeit selbst zum richtigen Zeitpunkt bedienen – auch bei Abwesenheit.[3]

Die Vorteile reichen über den sommerlichen Hitzeschutz hinaus: Im Winter tragen automatisierte Verschattungen dazu bei, Wärmeverluste über die Fenster zu begrenzen und den Heizenergiebedarf zu senken. Fachbetriebe können in der Beratung auf den zusätzlichen Nutzen von Smart Home hinweisen. In solch ein System eingebunden, kann die Verschattung komfortabel nach individuellen Szenarien automatisch gesteuert werden.

Die Automatisierung bietet Fachbetrieben zusätzliche Möglichkeiten bei der Planung neuer Anlagen, genauso wie bei der Nachrüstung bestehender. Wer all diese Aspekte zusammenführt, bietet seinen Kunden wirksame Klimavorsorge, mehr Komfort und eine langfristig passende Lösung.

Zeichen (inkl. Leerzeichen): 2.917

 

Bildmaterial:

Sommerhitze als Beratungsanlass: 2026 wurden bis einschließlich August durchschnittlich rund 22 heiße Tage registriert. Bis zur 37. Kalenderwoche schätzte das RKI rund 16.300 hitzebedingte Sterbefälle. (Grafik: BVRS)

 

Fachbetriebe beraten dazu, wie außenliegender Sonnenschutz Gebäude vor Überhitzung schützt und bestehende Anlagen für mehr Energieeffizienz und Komfort nachträglich automatisiert werden können. (Foto: Renson)

 

Automatisierter Sonnenschutz senkt den manuellen Aufwand und reduziert den Energiebedarf für die Raumkühlung deutlich, indem er die Sonneneinstrahlung bedarfsgerecht reguliert. (Foto: Schlotterer)

————–

[1] Deutscher Wetterdienst (2026): Deutschlandwetter im Sommer 2026: Einer der wärmsten Sommer seit 1881 mit neuen Hitzerekorden, Trockenheit und viel Sonne. https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2026/20260831_deutschlandwetter_sommer_news.html

[2] Robert Koch-Institut. (2026): Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität. https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z/H/Hitze/Bericht_Hitzemortalitaet.html

[3] Ingenieurbüro Prof. Dr. Hauser (2023): Studie zur integralen Bewertung des sommerlichen Wärmeverhaltens – Thermischer Komfort und energetische Performance. Im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG).

 

Den Text und das hochauflösende Bildmaterial können Sie hier herunterladen.