Ein rund 130 Meter langes Dach aus Kalzip Stehfalzprofilen schützt Fahrgäste am neuen Busbahnhof in Remscheid vor Witterungseinflüssen und sorgt für kurze Wege zwischen den Bahnsteigen. Die runden Dachenden und eine gebogene Neigung verlangten eine genaue Planung.
Koblenz – Die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes ist ein städtebauliches Großprojekt für Remscheid. Neben einem offen gestalteten Platz und einem zeitgemäßen Neubau für das Busfahrpersonal fügt sich hier nun eine geschwungene Überdachung in den Zentralen Omnibusbahnhof (kurz ZOB) ein. Mit einer Länge von etwa 130 Metern überspannt das Dach die zentralen Bereiche des neuen Busbahnhofs. Es schützt vor Witterungseinflüssen und sorgt gleichzeitig für kurze Wege zwischen den einzelnen Bahnsteigen. Aufgrund seiner Form gaben die Remscheider dem neuen ZOB den Beinamen „Hockeyschläger“. Zum Einsatz kamen Bedachungselemente von Kalzip.
Anforderungen und Herausforderungen
Bei der Errichtung des „Hockeyschlägers“ übernahm die Firma B. Schlichter GmbH & Co. KG aus Lathen die Arbeiten am Dach. Thomas Mika war für die Bauleitung verantwortlich. Zum Einsatz kam das Stehfalzsystem Kalzip 50/550 aus einem Millimeter starken Aluminium. Mit der Farbwahl hebt sich das Projekt deutlich von anderen dieser Art ab: Ausgeführt in der Farbe DB704 Eisenglimmer in einer matten Beschichtung, erinnert die Dachfläche mehr an ein klassisches Metalldach. Da es sich hierbei um eine Sonderfarbe handelt, mussten sowohl die Stehfalzprofile als auch sämtliche Anschlussteile bereits im Vorfeld präzise geplant und in der benötigten Menge bestellt werden.
Präzise Planung
Die Geometrie des Daches stellte eine besondere Herausforderung dar. Die runden Dachenden, die sich aus der Form des Platzes ergebende Kurve und die leicht gebogene Neigung erforderten eine genaue Planung bereits vor Beginn der Montage. Gemeinsam mit Kalzip konstruierte das Team von Schlichter die einzelnen Bahnen im Vorfeld. „Die im Werk vorgefertigten konischen Stehfalzbahnen mussten wir auf der Baustelle exakt positionieren. Entscheidend war deshalb auch schon zuvor das präzise Setzen der Halteklipps, die zur Aufnahme der Dachbahnen dienen“, beschreibt Thomas Mika.
Bei der Montage der Stehfalzprofile berücksichtigten die Monteure die Toleranzen des Stahlbaus. Mithilfe von entsprechenden Distanzkappen, die unter die Klipps gesetzt wurden, konnten die unterschiedlichen Höhen ausgeglichen werden.
Ausführung in Einzelarbeit
Das Dach wurde als belüftete, durchdringungsfreie Konstruktion ausgeführt. Auf dem bauseitigen Stahlbauuntergrund wurden systemkompatible E-Klipphalter verwendet, die eine strukturierte Montage der Stehfalzprofile ermöglichen. Um Feuchteschäden entgegenzuwirken, wurde an der Unterseite der Kalzip Stehfalzprofile ein Antikondensvlies eingelegt.
Im Durchschnitt war ein Mitarbeiter von Schlichter auf der Baustelle im Einsatz. Der Ablauf der Montage war klar strukturiert: Die Monteure schraubten die Halteklipps im erforderlichen Abstand auf den Stahlbau und unterlegten sie bei Höhendifferenzen mit Distanzkappen. Anschließend wurden die Dachbahnen verlegt und verbördelt. Um die Rundungen sauber abzubilden, kamen konisch geformte Bleche zum Einsatz. Abschließend wurden noch Anschlussteile wie der First ausgeführt; die Montage der Dachrinne erfolgte separat.
Individuelle Lösung für komplexe Geometrien
Am Friedrich-Ebert-Platz ist mit dem neuen ZOB ein markantes Bauwerk entstanden, das Funktionalität und anspruchsvolle Gestaltung vereint. Die geschwungene Dachform verleiht dem Busbahnhof seinen charakteristischen „Hockeyschläger“-Look. Die komplexe Geometrie und die besonderen Material- und Farbanforderungen konnten dank des flexiblen Kalzip Stehfalzsystems umgesetzt werden.
Zeichenzahl (inkl. Leerzeichen): 3.457
Bildmaterial:
Das Rohbaugerüst aus Stahl wies Unebenheiten auf, die durch die Klipps in Kombination mit Distanzkappen ausgeglichen wurden. (Foto: B. Schlichter GmbH & Co. KG)
Die Stehfalzprofile wurden auf die Klipps aufgesetzt und anschließend miteinander verbördelt. (Foto: B. Schlichter GmbH & Co. KG)
Angeschmiegt an den Friedrich-Ebert-Platz sorgte die Form des neuen Busbahnhofs in Remscheid für den liebevollen Beinamen „Hockeyschläger“. (Fotos: Kalzip GmbH)
Bereit für die Verkehrswende: In der Nähe des Remscheider HBF haben Bürger und Besucher mit dem neuen Omnibusbahnhof eine zentrale Anlaufstelle für den innerstädtischen Transport. (Fotos: Kalzip GmbH)
Den Text und das hochauflösende Bildmaterial können Sie hier herunterladen.
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