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Steildach-Objekte liegen bei Auszeichnungen vorn

Trendwende bei Architekturpreisen

Juli 2020. Wenn in der Vergangenheit von ausgezeichneter Architektur die Rede war, ging es in den meisten Fällen um Flachdach-Bauten. Doch nicht nur umgangssprachlich scheint sich hier ein Wandel zu vollziehen. Ein Blick auf die jüngsten Auszeichnungen bei deutschen Architektur- und Bauherrenpreisen zeigt deutlich, dass Steildächer nicht nur ein bedeutender Bestandteil der hiesigen Baukultur sind, sondern inzwischen auch wieder regelmäßig herausragende Gebäude krönen. „Bei knapp 80 Prozent der deutschen Architekturpreise sind Objekte mit einem Steildach erfolgreich“, sagt Klaus H. Niemann, Sprecher der Initiative Dachkult. 

Diese Aussage stützt sich auf eine Auswertung der jeweils letzten Verleihungen relevanter deutscher Architektur- und Bauherrenpreise, wie demBDA-Architekturpreis Nike, dem deutschen Architekturpreis oder dem Heinze Architekten Award. Dabei stammen die frühesten Ergebnisse von 2017, die letzten Preise wurden 2020 verliehen. Bei insgesamt 41 untersuchten Wettbewerben* ging in 32 Fällen mindestens eine Auszeichnung, Anerkennung oder lobende Erwähnung an Entwürfe mit einem steilen Dach.

Steile Vielfalt in allen Nutzungsbereichen

Unter den meistprämierten Gebäuden finden sich so unterschiedliche Entwürfe wie die Bücherei Kressbronn (Steimle Architekten), die Wohnimmobilie „Haus am Buddenturm“ in Münster (hehnpohl architektur) und das Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer in Poing, nordöstlich von München (meck architekten). Insgesamt reicht das Spektrum der ausgezeichneten Bauwerke von Ein- und Mehrfamilienhäusern über urbane Nachverdichtungsprojekte bis hin zu zukunftsweisenden Bürogebäuden wie dem Alnatura Campus in Darmstadt (haascookzemmrich Studio2050).

„Diese Betrachtung der deutschen Architekturpreis-Landschaft macht deutlich, dass das Klischee von der eher biederen Dachform überholt ist und mit der Realität nur wenig zu tun hat. Innovative Architektur, das bedeutet inzwischen wieder regelmäßig Steildach-Architektur“, ist Niemann sicher. Und die ist längst nicht mehr „nur“ in den klassischen Wohnsiedlungen zu finden.

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*Bei den 41 untersuchten Preisen handelt es sich um: Architekturpreis Beton, Architekturpreis Gebäudeintegrierte Solartechnik, Architekturpreis Nordrhein-Westfalen, Ausgezeichnete Architektur in Hessen, BDA Hamburg Architekturpreis, BDA-Architekturpreis Nike, BDA-Architekturpreis Rheinland-Pfalz, BDA-Preis – Architektur in Brandenburg, BDA-Preis Bayern, BDA-Preis Berlin, BDA-Preis Bremen, BDA-Preis für Architektur und Städtebau im Saarland, BDA-Preis Mecklenburg-Vorpommern, BDA-Preis Niedersachsen, BDA-Preis Sachsen, BDA-Preis Schleswig-Holstein, BDA-Preis Thüringen, Bundeswettbewerb HolzbauPlus, DAM-Preis, Das goldene Haus, Deutscher Architekturpreis, Deutscher Bauherrenpreis, Deutscher Holzbaupreis, Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur, Deutscher Stahlbaupreis, Deutscher Ziegelpreis, Effizienzpreis Bauen und Modernisieren, Deutscher Fassadenpreis, Fritz-Höger-Preis für Backstein-Architektur, Geplant + Ausgeführt-Preis, Hannes-Meyer-Preis, Häuser des Jahres, Häuser-Award, Heinze ArchitektenAWARD, Hochschulpreis Holzbau, Hugo-Häring-Preis, KfW Award Bauen, Kitapreis NRW, Kölner Architekturpreis, Schinkel-Preis, Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau

Bildmaterial:

Das Haus am Buddenturm in Münster, ausgezeichnet unter anderem mit dem Architekturpreis Beton, mit dem 1. Preis bei Häuser des Jahres, dem Deutschen Ziegelpreis und dem German Design Award. (Foto: hehnpohl architektur bda, Münster)

Für den Alnatura Campus in Darmstadt gab es unter anderem den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur, den German Design Award sowie die Auszeichnung für nachhaltige Büro- und Verwaltungsgebäude der DGNB. (Foto: Roland Halbe)

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Über ‘Dachkult‘

‘Dachkult‘ ist eine Plattform der Initiative Steildach. Die Initiative wird von 22 führenden Herstellern der deutschen und internationalen Baustoffindustrie (Mittelstand und Konzerne) unterstützt. Sprecher der Initiative ist Dipl.-Betriebswirt Klaus H. Niemann. Neben den Online-Auftritten auf dachkult.de, Social-Media-Präsenz auf Facebook und Instagram, zeichnet die Initiative für die Veranstaltungsreihe der Rooftop Talks und das Architektur-Magazin stadt/land/dach verantwortlich.

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